Auf dem globalen Rohstoffmarkt wird im Jahr 2025 Kupfer im Mittelpunkt rekordverdächtiger Zuwächse stehen. Im Dezember erreichten die Kupfer-Futures der London Metal Exchange (LME) einen historischen Höchststand von 11.705 USD/Tonne, und der Hauptkupferkontrakt in Shanghai näherte sich 93.000 USD/Tonne, was einem Anstieg von über 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Der Anstieg der Kupferpreise wird dieses Mal von mehreren Faktoren beeinflusst.
Die „harte Lücke“ auf der Angebotsseite ist die zentrale treibende Kraft. In großen Förderländern wie der Demokratischen Republik Kongo und Chile kommt es häufig zu Bergbauunfällen, und die Schließung der Grasberg-Kupfermine in Indonesien verschärft den Produktionskapazitätsverlust. Aufgrund unzureichender Investitionen in die Bergbauindustrie und eines Rückgangs des Erzgehalts wird die weltweite Kupferproduktion im Jahr 2025 leicht um 0,12 % zurückgehen. Nach Angaben der International Copper Research Organization wird die jährliche Angebots-Nachfrage-Lücke 150.000 Tonnen übersteigen und bis 2026 möglicherweise auf 300.000 Tonnen anwachsen.
Der Ausbruch auf der Nachfrageseite verschärft das Ungleichgewicht. Der Kupferverbrauch neuer Energiefahrzeuge pro Fahrzeug ist vier- bis sechsmal so hoch wie der von Kraftstofffahrzeugen, und der erwartete weltweite Absatz von 40 Millionen Fahrzeugen wird die Nachfrage auf über 1 Million Tonnen steigern; Der weltweite Kupferbedarf entsprechend der neu installierten Wind- und Solarenergiekapazität übersteigt 3 Millionen Tonnen. Die KI-Welle hat neue Möglichkeiten eröffnet: KI-Server verbrauchen 30 % mehr Kupfer und der weltweite Kupferbedarf für Rechenzentren übersteigt 500.000 Tonnen.
Geopolitische Politik und Kapital dienen als Beschleuniger für Preissteigerungen. Die Vereinigten Staaten haben einen Zoll von 50 % auf halbfertige Kupferprodukte erhoben, was eine Notlieferung von 500.000 Tonnen Kupfer in die Vereinigten Staaten auslöste, und der verfügbare Lagerbestand der LME ist auf weniger als einen Tag weltweiter Verbrauch gesunken. Die Erwartung einer Zinssenkung durch die Federal Reserve hat den US-Dollar schwächer gemacht, und Kapitalzuflüsse haben die Gewinne noch verstärkt.
Nach Angaben der Internationalen Energieagentur wird die weltweite Versorgungslücke bei Kupfer bis 2035 trotz hoher Produktion immer noch 20 % betragen. Die Goldman Sachs Group prognostiziert, dass die Kupferpreise ab dem nächsten Jahr in eine neue Hochhandelsphase eintreten werden.

